elektrische Arbeit
Im Haushalt misst der Zähler die elektrische Arbeit in Kilowattstunden (kWh). Die gemessenen Kilowattstunden sind der Stromverbrauch. Verglichen mit der Wasserleitung: Wenn der Wasserhahn aufgedreht wird, beginnt das Wasser zu fließen und verrichtet z. B. beim Antreiben des Wasserrades eine Arbeit. Wenn ein Gerät eingeschaltet wird, beginnt der Strom zu fließen und verrichtet in der eingeschalteten Zeit Arbeit - z. B. werden die Rührwerkzeuge des Handmixers bewegt. (Diese Energiedienstleistung muss der Kunde bezahlen.) Beide brauchen Energie - das Wasserrad die Energie des Wassers (Umwandlung von potentieller Energie in kinetische Energie), das Elektrogerät die Energie des Stroms (Umwandlung von elektrischer Energie in Bewegungsenergie). Oft verwechselt wird die elektrische Arbeit (Wh bzw. kWh) mit der elektrischen Leistung (W bzw. kW). Die Leistung bzw. max. Leistungsaufnahme eines Elektrogerätes ist am Leistungsschild angegeben. Die tatsächliche Leistung ergibt sich aus der Arbeit in der eingeschalteten Zeit - kWh/h = kW. Ein Vergleich von Leistung und Arbeit: Das Auto muss in Betrieb immer eine bestimmte Leistung aufweisen (kW), für die Leistungsnutzung benötigt es Sprit (kWh - jeder Energieträger kann auch in kWh angegeben werden - z.B. 1 l Diesel sind ca. 10 kWh.). Läuft der Motor am Stand, hat er eine geringe Leistung (kW) und braucht wenig Sprit (kWh), fährt das Auto, muss der Motor mehr leisten (kW), verbraucht er mehr Sprit (kWh). Die Küchenmaschine wird durch einen elektrischen Motor betrieben. Der Elektromotor ist auf die geringste Stufe gestellt - er arbeitet mit kleiner Leistung (kW), benötigt auch wenig Strom (kWh). Wird der Motor auf die maximale Stufe gestellt = maximale Leistung (kW), braucht die Küchenmaschine mehr Strom (kWh). Der Stromverbrauch (=elektrische Arbeit) ergibt sich aus der durchschnittlichen Leistung (kW) mal der eingeschalteten Zeit (h) = kW x h = kWh. Z. B. eine Glühlampe mit 100 Watt brennt 10 Stunden = 100 W x 10 h = 1.000 Wh = 1 kWh.
Elektrizitätsversorgung
ist die Versorgung mit Elektrizität - auch Stromversorgung genannt. Die gesamte Elektrizitätsversorgung umfasst die Erzeugung, auch Beschaffung und Verteilung von Strom durch ein Energieversorgungsunternehmen (EVU).
Elektromagnetismus
In der Umgebung eines stromdurchflossenen Leiters herrscht immer ein elektromagnetisches Feld. Dieses elektromagnetische Feld macht man sich bei vielen Anwendungen zunutze. So ist der physikalisch technische Hintergrund elektrischer Maschinen und auch drahtloser Nachrichtenübermittlung der Elektromagnetismus. Die elektromagnetische Wirkung des Stroms wird in vielen Geräten genutzt - z. B. in Geräten mit Elektromotoren - Waschmaschinen, Geschirrspüler, Kühlschrank, Elektrolokomotive. Zum Heben von schweren unhandlichen Lasten - wie z. B. Eisenschrott werden sehr große Elektromagnete eingesetzt (Hebemagnete). Eine der bekanntesten Anwendungen ist die Nutzung der elektromagnetischen Wirkung des Stroms in Telefonen und Lautsprechern. Ein selbstgefertigter Elektromagnet in der primitivsten Ausführung ist zum Beispiel ein Eisennagel, um den isolierter Draht gewickelt ist. In der elektrotechnische Sprache wird dies als Spule bezeichnet. Fließt durch die Wicklung Strom, wird der Eisennagel magnetisch und kann eisenhaltige Materialien anziehen. Je höher der Strom, je mehr Windungen, je größer der Eisenkern, desto stärker auch die magnetische Wirkung. Solange Strom fließt, kann die elektromagnetische Wirkung genutzt werden.
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Energiewirtschaft
ist ein Wirtschaftszweig. Im weiteren Sinn umfasst die Energiewirtschaft alle Bereiche, die der Deckung des Energiebedarfs dienen. Im engeren Sinn zählen auch die Produktion, Verarbeitung und Verteilung von Energie dazu. Als Zweig der Energiewirtschaft umfasst die Elektrizitätswirtschaft die gesamte Erzeugung und Verteilung von elektrischer Energie. In Österreich werden durchschnittlich 70 % des elektrischen Stroms aus Wasserkraft erzeugt. Kärnten deckt den Strombedarf fast ausschließlich aus Wasserkraft.
Erdkabel
Stromleitung in der Erde. Im Unterschied zu den Freileitungen sind sie nicht sichtbar. Die Kosten für den Bau betragen gegenüber einer Freileitung ca. das Fünffache.
Erdseil
ist angebraucht auf Strommasten von Hochspannungsleitungen ab 110.000 V und erfüllt die Funktion eines Blitzschutzes.
Erdung
Die Erdung dient als Sicherheitsfunktion für den Benutzer. Sollte bei einem Gerät ein Fehler auftreten, wird der Strom in die Erde abgeleitet. Der Fehlerstrom-Schutzschalter unterbricht dann augenblicklich die Stromzufuhr. Alle vom Fehlerstrom-Schutzschalter "überwachten" Stromkreise sind somit stromlos. Teil der Erdungsanlage ist der Schutzleiter (auch PE-Leiter genannt). International gekennzeichnet mit den Farben grün/gelb. Der Schutzleiter ist bei jedem Stromkreis mitzuführen, er verbindet jedes geschützte Geräte (angeschlossene Betriebsmittel) über den Zählerkasten mit dem Erdreich. Das Erdungsband wird im Fundament eines Hauses verlegt (Fundamenterder).
EVU
Abkürzung für Energieversorgungsunternehmen
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