Wenn die Kunden das Licht aufdrehen oder ein Gerät einschalten, dann hat Strom ganz selbstverständlich da zu sein. Damit das auch tatsächlich so sein kann, ist ein sehr komplexes System notwendig – ein System aus Kraftwerken und Verteilanlagen.
Die KELAG Netz GmbH betreibt das Verteilernetz in Kärnten, ausgenommen sind nur die Landeshauptstadt Klagenfurt und einige kleinere Gebiete mit privaten Versorgern. Über das Hochspannungsnetz (110-kV) transportiert die KELAG Netz GmbH den Strom in die großen Verbrauchszentren. Das Hochspannungsnetz (110-kV) ist in Obersielach, in Malta und in Lienz an das übergeordnete 220/380-kV-Netz der Austrian Power Grid (APG) angekoppelt.
Die 110/20-kV-Umspannwerke, die in das 110-kV-Hochspannungsnetz eingebunden sind, stützen das 20-kV-Verteilernetz ab, über das der Strom regional verteilt wird. In rund 7.100 Trafostationen wird der Strom von der Mittel- auf die Niederspannungsebene umgespannt und von dort weiter zu den einzelnen Verbrauchern geleitet. Das Niederspannungsnetz zu den mehr als 207.000 Kunden ist rund 12.000 km lang.
Alle 110-kV-Anlagen und wichtige 20-kV-Anlagen überwacht und steuert die KELAG Netz GmbH von ihrer
Hauptschaltleitung in Klagenfurt aus. Ein leistungsfähiges Kommunikationsnetz bildet das Rückgrat dieser zentralen Betriebsführung.